RAM-Bandbreitentest
Messen Sie, wie schnell Ihr Rechner Daten durch den Speicher bewegt. Der Test schickt Hunderte von Megabyte durch vier Durchläufe und verwandelt die sequenzielle Bandbreite in einen GB/s-Wert, den Sie zwischen Geräten und Browsern vergleichen können.
256 MB ist der Standard — groß genug, um den CPU-Cache zu übersteigen und in den RAM überzugehen. 1 GB kann auf Smartphones und Geräten mit wenig Arbeitsspeicher fehlschlagen.
Schließen Sie zunächst speicherhungrige Tabs, und vergleichen Sie Geräte im selben Browser — die Engine ist Teil dessen, was gemessen wird.
64 MB können im CPU-Cache liegen und das Ergebnis schönen. Ab 256 MB stammen die Daten aus echtem Speicher.
Das Springen zwischen unvorhersehbaren Adressen überlistet Cache und Prefetcher, weshalb der Zufallsdurchlauf weit unter den sequenziellen liegt — das ist Latenz, kein Fehler.
Die Werte hängen vom Browser und der Hintergrundlast ab, nicht nur von der Hardware. Gleicher Browser, gleiche Puffergröße, ruhiger Rechner — dann hat der Vergleich Aussagekraft.
Die Speichergeschwindigkeit ist der stille Flaschenhals: Ein Rechner mit schnellem Prozessor, aber langsamem oder Single-Channel-RAM ruckelt beim Wechsel zwischen speicherhungrigen Tabs, und keine CPU-Anzeige verrät den Grund. Eine Bandbreitenzahl macht das sichtbar — vergleichen Sie einen alten Laptop mit seinem Nachfolger oder einen Rechner vor und nach dem Einbau eines zweiten Speicherriegels. Es wird nichts installiert oder hochgeladen: Die Puffer existieren nur im Browser-Tab und werden sofort freigegeben, wenn Sie ihn schließen.
Wenn Sie auf Start tippen, reserviert ein Web Worker zwei große typisierte Arrays abseits des Hauptthreads — damit der Tab reaktionsfähig bleibt — und wärmt sie auf, damit Kompilierungs- und First-Touch-Kosten das Ergebnis nicht verfälschen. Anschließend laufen vier Durchläufe, jeweils fünfmal wiederholt und gemittelt. Sequenzielles Schreiben und sequenzielles Lesen sind das klassische Bandbreitenpaar, und ihr Mittelwert ist Ihr Score. Der wahlfreie Zugriff springt zwischen pseudozufälligen Adressen hin und her, überlistet Cache und Prefetcher und misst dadurch die Latenz — er liegt weit unter den sequenziellen Werten. Der Speicherkopiervorgang nutzt die optimierte Blockkopie der Engine — meist der schnellste der vier Durchläufe.
So lesen Sie Ihren Score
| Score | Bewertung | Was das typischerweise bedeutet |
|---|---|---|
| 12+ GB/s | Elite | Aktueller Desktop-PC oder Apple-Silicon-Mac mit schnellem Multi-Channel-Speicher |
| 9 – 12 GB/s | Außergewöhnlich | Moderner Performance-Laptop oder ein DDR5-Desktop |
| 6.5 – 9 GB/s | Ausgezeichnet | Solide, aktuelle Hardware — ein Dual-Channel-DDR4-Desktop oder ein guter Laptop |
| 4 – 6.5 GB/s | Gut | Alltagslaptops und ältere Desktops — komfortabel für die tägliche Arbeit |
| 2 – 4 GB/s | Ausreichend | Einsteiger-, Kompakt- oder ältere Hardware, oft im Single-Channel-Betrieb |
| Unter 2 GB/s | Schwach | Sehr alte Hardware — oder etwas stimmt nicht: schwere Tabs schließen, Netzteil anschließen, erneut testen |
Die richtige Puffergröße wählen
| Puffer | Was getestet wird | Kompromiss |
|---|---|---|
| 64 MB | Klein genug, um teilweise im CPU-Cache zu liegen, wodurch die Werte hoch ausfallen | Schnellster Durchlauf — eher ein Cache-Test als ein RAM-Test |
| 256 MB | Übersteigt jeden handelsüblichen Cache und geht in den tatsächlichen RAM über | Der Standard — ausgewogen und die Größe, mit der Sie Geräte vergleichen sollten |
| 512 MB | Tief im RAM-Bereich, weit jenseits jedes L3-Caches | Stabilere Durchschnittswerte bei etwas längerer Laufzeit |
| 1 GB | Belastet sowohl die Speicherzuweisung als auch die Bandbreite | Kann auf Smartphones und Geräten mit wenig Arbeitsspeicher komplett fehlschlagen |
Was ein Browser-Test messen kann — und was nicht
Dieser Test misst die Bandbreite, die JavaScript tatsächlich erreichen kann — das, was für das gefühlte Tempo von Web-Apps zählt, nicht die Angabe auf der Verpackung. Ein DDR5-6000-Kit erreicht hier nicht seine angegebenen zig GB/s: ein einzelner Thread, eine Browser-Engine, dazwischen die Garbage Collection — deshalb liegen die Werte deutlich unter denen nativer Tools wie AIDA64 und lassen sich am besten mit anderen Browser-Ergebnissen vergleichen. Die Sandbox sieht weder Speicher-Timings noch Kanäle noch den ECC-Status (fügen Sie die Werte eines Kits stattdessen in den RAM-Latenz-Rechner ein), und ein defekter Riegel braucht ein Boot-Tool wie MemTest86, keine Webseite. Der Speicher ist zudem nur ein möglicher Übeltäter — belasten Sie den Prozessor mit dem CPU-Stresstest und die Grafikkarte mit dem GPU-Stresstest, um zu sehen, was wirklich ausbremst.
