Frequenzgang-Test
Spielen Sie reine Sinustöne von 20 Hz bis 20 kHz ab, um zu hören, wie Ihre Kopfhörer oder Lautsprecher das gesamte Spektrum wiedergeben. Nutzen Sie den Regler, die Presets oder einen vollständigen Sweep, um herauszufinden, wo Ihr Gerät abfällt.
Beginnen Sie bei etwa 50 % Lautstärke und drehen Sie langsam auf — reine Töne klingen leiser als Musik, tragen aber die gleiche Energie in sich.
Stellen Sie die Lautstärke vor dem Abspielen auf 50 % oder weniger — Sinustöne tragen mehr Energie, als es scheint, besonders in den Höhen.
Führen Sie zunächst einen Sweep durch, um den Bereich zu erfassen, und nutzen Sie dann die Presets, um bei jeder Frequenz zu verweilen, die verschwand, sprang oder rasselte.
Stille oberhalb von 15 kHz liegt meist am Gehör, nicht an der Hardware. Fehlender Bass bei Laptop-Lautsprechern liegt am Lautsprecher.
Der Frequenzgang beschreibt, wie gleichmäßig Ihr Audiogerät den Klang über das gesamte Spektrum wiedergibt, vom Subbass bei 20 Hz bis zu den höchsten Höhen bei 20 kHz. Kein Lautsprecher und kein Kopfhörer ist perfekt linear: Kleine Treiber geben bei tiefem Bass auf, billige Hochtöner verlieren früh an Kraft, und viele Produkte betonen Bässe oder Höhen absichtlich, um spannender zu klingen. Wenn man einen reinen Ton durch den Bereich fährt, werden diese Entscheidungen hörbar — man hört genau, wo der Klang leiser wird, verzerrt oder ganz verschwindet. Alles läuft lokal in Ihrem Browser — keine Anmeldung, kein Download.
Der Test erzeugt mit der Web Audio API eine mathematisch reine Sinuswelle, sodass immer genau eine Frequenz Ihr Ohr erreicht — alles andere, was Sie hören (Brummen, Rasseln, ein Ton, der plötzlich lauter wird oder verschwindet), liegt an Ihrem Equipment oder Ihrem Gehör, nicht an der Aufnahme. Lautstärkeschwankungen während eines Sweeps sind normal: Die Kurven gleicher Lautheit zeigen, dass das menschliche Gehör im Bereich von 2–5 kHz deutlich empfindlicher ist als an den Extremen. Achten Sie darauf, an welchen Stellen ein Ton unhörbar wird, verzerrt oder das Lautsprechergehäuse zum Rasseln bringt.
Kopfhörer im Vergleich zu Lautsprechern
Ordentliche Kopfhörer sollten von etwa 20 Hz bis zur Obergrenze Ihres Hörvermögens einen sauberen, hörbaren Ton erzeugen — bleibt der Subbass unter 40 Hz stumm, liegt das meist am Kopfhörer, denn selbst günstige Treiber, die dicht am Ohr sitzen, bewegen genug Luft. Bei Lautsprechern ist das anders: Desktop- und Laptop-Lautsprecher können physikalisch keinen Subbass wiedergeben, und die meisten fallen zwischen 60 und 200 Hz ab. Fahren Sie den Sweep von 20 Hz aufwärts und achten Sie auf die erste tatsächlich hörbare Frequenz — das ist die reale untere Grenze Ihres Systems, und die Trennfrequenz eines Subwoofers sollte knapp über der Stelle liegen, an der die Hauptlautsprecher schwächer werden.
Warum höre ich die höchsten Frequenzen nicht?
Wahrscheinlich ist nichts defekt. Erwachsene erreichen selten 20 kHz: Die obere Hörgrenze sinkt mit dem Alter, von etwa 18–20 kHz bei Jugendlichen auf 12–15 kHz im mittleren Alter — ein stummer 16-kHz-Ton bei funktionierender Wiedergabe ist also normal. Um Gehör und Equipment zu unterscheiden, erhöhen Sie die Lautstärke dort, wo der Ton verschwunden ist — taucht er wieder auf, gibt das Gerät ihn korrekt wieder, und Ihre Hörschwelle liegt einfach in der Nähe. Es gibt auch ein paar echte Hardware-Grenzen: Manche Bluetooth-Codecs und billige DACs werden in der obersten Oktave leiser, und eine Abtastrate unter 44,1 kHz kann 20 kHz gar nicht erst wiedergeben. Eine Warnung sei wiederholt: Hohe Frequenzen bei hoher Lautstärke ermüden das Gehör und können es schädigen — halten Sie die Lautstärke niedrig und die Sitzungen kurz.
Das Audiospektrum, Band für Band
| Band | Bereich | Was sich dort abspielt |
|---|---|---|
| Subbass | 20–60 Hz | Eher gefühlt als gehört — Kinosaal-Rumpeln, 808s, Orgelpedale. Braucht einen Subwoofer oder gute Kopfhörer. |
| Bass | 60–200 Hz | Bassdrum und Bassgitarre. Der tiefste Bereich, den die meisten Lautsprecher tatsächlich wiedergeben können. |
| Untere Mitten | 200–500 Hz | Wärme und Fülle — männlicher Gesang, Gitarren, die untere Hälfte eines Klaviers. |
| Mitten | 500 Hz–2 kHz | Präsenz und Klarheit. Stimmen und die meisten Instrumente liegen hier im Zentrum; fast alles kann diesen Bereich abspielen. |
| Obere Mitten | 2–6 kHz | Definition und Attack — Konsonanten, Snare-Knall, Beckenschläge. Hier ist das Gehör am empfindlichsten. |
| Höhen | 6–20 kHz | Luftigkeit und Glanz — das Schimmern von Becken und das Gefühl von Räumlichkeit. Der erste Bereich, der im Alter verloren geht. |
