Bass-Test
Finde heraus, wie tief deine Lautsprecher, Kopfhörer oder dein Subwoofer wirklich gehen. Spiele einen reinen Sinuston von 20 bis 200 Hz ab — tippe ein Preset an, ziehe den Regler oder durchlaufe den gesamten Bereich. Wo der Ton in der Stille verschwindet, liegt die Grenze deines Bassbereichs.
Gleitet von 20 bis 200 Hz — achte darauf, wo der Ton einsetzt, einbricht oder rattert.
Starte bei etwa 50 % und erhöhe langsam — laute tiefe Töne können Treiber anschlagen lassen und Lautsprecher beschädigen.
Subbass (20 – 60 Hz) braucht einen Subwoofer oder Over-Ear-Kopfhörer — Laptop- und Handy-Lautsprecher können ihn physikalisch nicht wiedergeben.
Erhöhe die Lautstärke langsam — ein reiner Sinuston trägt bei gleicher Lautstärke deutlich mehr Energie als Musik.
Unterhalb von ~40 Hz erzeugt ein gutes System eher Druck, den du in der Brust spürst, als eine Tonhöhe, die du hörst. Stille plus Vibration kann trotzdem ein Bestehen sein.
Ein Brummen während eines Tons ist meist etwas Loses in der Nähe, nicht der Lautsprecher. Halte diese Frequenz und spüre den Übeltäter auf.
Beim Bass zeigt sich Audio-Equipment am ehrlichsten. Ein Lautsprecher kann bei Stimmen gut klingen und trotzdem unterhalb von 100 Hz nichts mehr liefern, ein „Subwoofer“ kann schon oberhalb des Subbasses aussteigen, nach dem er benannt ist, und ein lockerer Bassreflexport oder ein vibrierendes Gehäuseteil verrät sich erst, wenn ein tiefer Ton ihn zum Rattern bringt. Datenblätter klären das selten – ein Treiber kann 40 Hz so leise abgeben, dass es praktisch Stille ist. Eine reine Frequenz nach der anderen lässt keine Ausreden zu: Entweder du hörst (oder spürst) den Ton, oder er fehlt in deinem Setup.
Der Ton ist ein mathematisch reiner Sinuston aus dem Web-Audio-Oszillator deines Browsers – eine exakte Frequenz, kein Download, keine Kompression, keine eigenen Obertöne. Genau diese Reinheit ist der Punkt: Wenn du bei 30 Hz auf Lautsprechern, die 30 Hz gar nicht erreichen können, trotzdem etwas hörst, hörst du dein Gerät verzerren (einen keuchenden Bassreflexport oder einen anschlagenden Treiber) – nicht den Ton. Der Sweep gleitet exponentiell, sodass jede Oktave gleich viel Zeit bekommt – behalte die Hz-Anzeige im Blick, sobald etwas lauter, leiser oder brummig wird.
Bass-Frequenzbereiche erklärt
| Bereich | Frequenzen | Was hier passiert |
|---|---|---|
| Subbass | 20 – 60 Hz | Eher zu spüren als zu hören — Kino-Rumble, 808-Drops, Orgelpedale. Braucht einen Subwoofer oder gute Over-Ear-Kopfhörer. |
| Bass | 60 – 120 Hz | Der Punch einer Bassdrum und der Körper einer Bassgitarre. Die meisten Regallautsprecher und Kopfhörer schaffen das. |
| Oberbass | 120 – 200 Hz | Wärme und Fülle — die Tiefen von Gesang, Gitarren und Klavier. Jeder funktionierende Lautsprecher, selbst der eines Laptops, sollte das klar wiedergeben. |
Wie tief sollte mein Equipment gehen?
Kleine Treiber können nicht genug Luft für tiefen Bass bewegen. Grob gilt: Handy- und Laptop-Lautsprecher verstummen etwa bei 100–200 Hz, Desktop-Lautsprecher ohne Subwoofer erreichen 60–100 Hz, gute Over-Ear-Kopfhörer kommen auf 20–40 Hz, und ein echter Subwoofer deckt das gesamte Subbass-Band ab. Ein Laptop, der bei 100 Hz verstummt, ist nicht defekt – er ist eben ein Laptop. Der Test deckt auf, wenn Equipment Bass vermissen lässt, den es eigentlich haben sollte: ein stummer Subwoofer (Strom, Kabel und Frequenzweiche prüfen), ein In-Ear-Hörer, der schwächer ist als der andere (abgenutzter Aufsatz oder verstopftes Sieb), oder Lautsprecher, die statt zu wummern nur brummen.
Rattern, Brummen oder ungleichmäßige Lautstärke?
Ein Brummen bei einem ansonsten sauberen Ton liegt meist nicht am Lautsprecher – tiefe Frequenzen bringen alles zum Vibrieren, was in der Nähe locker sitzt. Merke dir, wo es anfängt, halte den Ton mit dem Regler fest und suche die üblichen Verdächtigen: Regale, Fenster, die Lautsprecherabdeckung selbst. Wenn die Lautstärke beim Hochlaufen des Sweeps schwankt, sogar bei gutem Equipment, hörst du deinen Raum – stehende Wellen, wegen derer es mehr bringt, den Subwoofer einen halben Meter zu verschieben, als ihn auszutauschen. Bei Kopfhörern entfällt der Raum, sodass ein ungleichmäßiger Sweep auf die Kopfhörer selbst hindeutet.
