Mausdrift-Test
Prüfe, ob deine Maus Bewegung meldet, obwohl sie völlig still liegt. Bewege den Zeiger in das Feld unten, nimm die Hand von der Maus, und der Test zählt jede Bewegung, die der Sensor sendet – die Gesamtstrecke, den größten Einzelsprung und wie oft er auslöst – und liefert nach einem fünfsekündigen Halt ein Urteil: sauber oder driftend.
Gemeldete Bewegung, 40× vergrößert
Lass den Zeiger im Feld liegen und fasse die Maus nicht an – jede Bewegung unten wird als Sensordrift gemeldet. Starte den Zeittest für ein Urteil.
Was Mausdrift und Jitter sind
Drift bedeutet, dass sich der Zeiger auf dem Bildschirm bewegt oder zuckt, obwohl die Maus nicht bewegt wird. Da eine moderne Maus mit einem optischen oder Laser-Sensor arbeitet, der tausende winzige Bilder der Oberfläche pro Sekunde aufnimmt, kann er diese Oberfläche falsch interpretieren und eine Bewegung melden, die nie stattgefunden hat. Jitter ist die schnelle, kleinräumige Variante desselben Fehlers – der Cursor zittert auf der Stelle. Dieses Tool misst genau das, was dein Betriebssystem an den Browser weitergibt: Jede gemeldete Positionsänderung des Zeigers, während die Maus eigentlich stillstehen sollte, zählt als Drift. Eine gesunde Maus, die unberührt liegt, sollte praktisch nichts melden.
Was Sensordrift verursacht
- Eine verschmutzte, verstaubte oder defekte Sensorlinse, die die Oberfläche darunter falsch erfasst.
- Eine ungeeignete Unterlage – Hochglanz-, Glas-, verspiegelte oder durchsichtige Tische bieten dem Sensor keinen gleichmäßigen Halt.
- Eigenheiten der Abhebedistanz, bei denen der Sensor selbst beim Absetzen oder Anstoßen der Maus noch feine Details erfasst.
- Störungen bei Funkmäusen: Ein schwacher Akku, ein überlastetes 2,4-GHz-Band oder ein zu weit entfernter Empfänger können Fehlbewegungen verursachen.
- Sensor-„Spin-out“ oder Fehlfunktionen, bei denen billige oder verschlissene Sensoren große Phantomsprünge erzeugen und den Cursor manchmal quer über den Bildschirm schleudern.
So behebst du Mausdrift
- Reinige den Sensor: Schalte die Maus aus und wische Linse und Mausfüße vorsichtig mit einem trockenen Mikrofasertuch oder Druckluft ab.
- Wechsle die Unterlage: Nutze ein richtiges Stoff- oder Hartmauspad statt Glas-, Hochglanz- oder strukturierter Schreibtischoberflächen.
- Aktualisiere Firmware und Treiber des Herstellers, die häufig Tracking- und Spin-out-Fehler beheben.
- Passe die DPI an: Eine sehr hohe DPI-Zahl verstärkt kleinstes Sensorrauschen zu sichtbarem Jitter, probiere also eine niedrigere Einstellung.
- Ersetze bei einer Funkmaus den Akku, rücke den Empfänger näher heran und halte ihn von USB-3.0-Anschlüssen und anderen 2,4-GHz-Geräten fern.
Was ein Browsertest sehen kann – und was nicht
Eine Webseite sieht nur die Zeigerpositionen, die das Betriebssystem meldet – dieser Test misst also die Ausgabe auf Systemebene und nicht den rohen Sensor. Zeigerbeschleunigung, Glättung und maus-spezifisches Tuning liegen alle zwischen der Hardware und dem Browser, weshalb eine kleine gemeldete Bewegung nicht immer ein Hardwarefehler ist. Für das sauberste Ergebnis nimmst du die Hand vollständig von der Maus – jedes Zittern deiner Finger ist echte Bewegung, kein Drift. Wenn du stattdessen die Tasten und das Scrollrad prüfen möchtest, nutze den Mouse Tester, und um die tatsächliche Auflösung deines Sensors zu messen, nutze den Mouse DPI Analyzer.
