Schwarzwert Test
Prüfe, wie tief das Schwarz deines Displays wirklich ist und ob es Schattendetails hält. Starte das Vollbild-Feld in reinem Schwarz, um echtes Schwarz zu beurteilen und angehobene, graue Schwarzwerte zu erkennen, und nutze dann die Stufen-Patches im Nah-Schwarz-Bereich, um zu sehen, ob die dunkelsten Töne ertränkt werden. Funktioniert am besten in einem abgedunkelten Raum auf dem zu prüfenden Display.
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Test in einem dunklen Raum bei 100 % Browser-Zoom, auf dem zu prüfenden Display. Der Schwarzwert wird über die Helligkeit des Monitors eingestellt.
Was jedes Muster prüft
Ein tiefes, gleichmäßiges, tintenartiges Feld ohne Grauschleier. In einem dunklen Raum notiere jeden angehobenen Graustich oder Eck-Glow – echtes Schwarz sollte nahe dem ausgeschalteten Bildschirm wirken.
Nah-Schwarz-Patches auf reinem Schwarz. Alle außer dem untersten (0) sollten schwach unterscheidbar sein; verschwinden die ersten mehreren, sind die Schwarzwerte ertränkt. Glüht sogar 0 grau, sind sie angehoben.
Ein sanfter Verlauf von Schwarz in Dunkelgrau ohne harte Stufen oder Banding. Achte auf das linke Ende, wo Schattendetails sich erstmals vom reinen Schwarz abheben.
So stellst du deinen Schwarzwert ein
- Den Raum abdunkeln und adaptive oder Umgebungslicht-Helligkeit ausschalten.
- Das Schattenstufen-Muster öffnen und die Augen eine Minute anpassen lassen.
- Die Helligkeit des Monitors (OSD, nicht OS-Regler) senken, bis der 0-Patch vollständig ins Schwarz verschmilzt.
- Gerade so weit anheben, bis die nächsten Nah-Schwarz-Stufen (1, 2, 3) schwach sichtbar werden.
- Glüht jeder Patch im Minimum noch grau, hat das Panel einfach einen hohen nativen Schwarzwert.
Was die drei Muster zeigen
- Reines Schwarz: ein volles #000-Feld zur Beurteilung, wie dunkel echtes Schwarz wirkt, und zum Erkennen von angehobenem (grauem) Schwarz sowie möglicher Aufhellungen in einem dunklen Raum.
- Schattendetail-Stufen: Patches bei den Codewerten 0, 1, 2, 3, 4, 6, 8, 10, 12 und 16 auf reinem Schwarz. Jeder Patch außer dem untersten sollte schwach unterscheidbar sein; verschwinden die ersten mehreren, sind deine Schwarzwerte ertränkt.
- Verlauf von Schwarz zu Dunkelgrau: eine sanfte Rampe von #000 in Dunkelgrau, die zeigt, wo Schattendetails beginnen, sich vom Schwarz abzuheben.
Schwarzwert, angehobene und ertränkte Schwarzwerte
Der Schwarzwert (oder Black Point) gibt an, wie viel Licht der Bildschirm noch abgibt, wenn er reines Schwarz darstellen soll. Ein niedriger Schwarzwert wirkt tief und tintenartig; ein hoher wirkt wie ausgewaschenes Grau, was als angehobenes Schwarz bezeichnet wird. Bei den meisten LCDs wird der Schwarzwert hauptsächlich über die Helligkeitsregelung des Monitors eingestellt, die den gesamten unteren Bereich nach oben oder unten verschiebt. Zu hohe Helligkeit lässt Nah-Schwarz-Töne grau glühen (angehobene Schwarzwerte); zu niedrig verschmelzen die dunkelsten Töne und verschwinden (ertränkte Schwarzwerte) und nehmen echte Details in den Schatten mit. Das Stufenmuster im Nah-Schwarz-Bereich zeigt am schnellsten, in welche Richtung dein Panel tendiert.
IPS-Glow, Backlight-Bleed und echte Schwarztiefe
Ein angehobener oder ungleichmäßiger Schwarzwert bei einem LCD ist nicht immer ein Helligkeitsproblem. IPS-Panels zeigen IPS-Glow – einen warmen Schleier in den Ecken, der beim Bewegen des Kopfes wandert und nachlässt. Backlight-Bleed ist helleres Licht, das an den Panelkanten eindringt und unabhängig vom Blickwinkel fix bleibt; unser Screen-Bleeding-Test ist dafür speziell gemacht. Die echte Schwarztiefe ist wieder etwas anderes: Sie gibt an, wie wenig Licht das Panel überhaupt abgibt, festgelegt durch die Displaytechnologie. OLED-Pixel schalten für fast perfektes Schwarz komplett ab, während die immer eingeschaltete Hintergrundbeleuchtung eines LCD auch im besten Fall einen schwachen Sockel hinterlässt. Dieser Test hilft dir, ein gleichmäßig angehobenes Schwarz (eine Helligkeitseinstellung) von lokalem Glow oder Bleed (einer Panel-Eigenschaft) zu unterscheiden.
So stellst du deinen Schwarzwert ein
Der Schwarzwert wird über die Helligkeitsregelung des Monitors im On-Screen-Display (OSD) eingestellt, nicht über den Helligkeitsregler der Grafikkarte, und er ist von der Kontrastregelung getrennt, die den oberen Bereich festlegt. Arbeite in einem abgedunkelten Raum mit adaptiven oder Umgebungslicht-Funktionen aus und gib deinen Augen eine Minute Zeit, bevor du Nah-Schwarz-Töne beurteilst. Für die Vollbild-Luminanz und die Graukeil-Rampe nutze den Helligkeitstest zusätzlich; für festes Kanten- und Ecklichtleck den Screen-Bleeding-Test.
