Bildschirm-Homogenitätstest
Prüfe, wie gleichmäßig dein Monitor von Ecke zu Ecke beleuchtet wird. Dieser Test füllt den gesamten Bildschirm mit einfarbigen Grau-, Weiß- sowie reinen Rot-, Grün- und Blaufeldern, damit du Clouding, Hintergrundbeleuchtungs-Unebenheiten, Mura und Farbstiche mit dem Auge erkennst. Führe ihn im Vollbild in einem abgedunkelten Raum aus und vergleiche jede Ecke mit der Mitte – ein optionales 3×3-Raster hilft beim Ausrichten der Bereiche.
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Fotografieren des Bildschirms übertreibt Unebenheiten. Mit dem Auge aus normalem Abstand in einem abgedunkelten Raum beurteilen, nach einigen Minuten Aufwärmen.
Weiche, ungleichmäßige Flecken helleren Lichts, am sichtbarsten bei niedrigem bis mittlerem Grau. Dirty-Screen-Effekt genannt, wenn es wie schwache Schlieren aussieht.
Ein silbriger oder warmer Schimmer in den Ecken von IPS-Panels, der beim Ändern des Blickwinkels heller und dunkler wird.
Ränder und Ecken wirken dunkler als die Mitte – teils echtes Nachlassen, teils der steilere Blickwinkel an den Panelrändern.
Feinkörnige Fleckigkeit oder Körnigkeit, die ab Werk ins Panel eingebacken ist, unabhängig vom Blickwinkel fixiert.
- 5 % Grau — Tiefer Schatten – Clouding nahe Schwarz und der Dirty-Screen-Effekt
- 25 % Grau — Niedrig-mittlerer Ton – Clouding und Dirty-Screen-Effekt zeigen sich hier am meisten
- 50 % Grau — Mittelgrau – allgemeine Helligkeitsgleichmäßigkeit und Mura
- 75 % Grau — Hellgrau – Vignettierung und dunklere Ränder und Ecken
- Weiß — Spitzenweiß – Farbstiche, warme oder kühle Ecken und Schlieren
- Rot — Rotkanal-Uniformität und fleckiger Farbstich
- Grün — Grünkanal-Uniformität und feines Banding
- Blau — Blaukanal-Uniformität und Eck-Farbstich
Was Panel-Uniformität ist
Uniformität bezeichnet, wie gleichmäßig die Helligkeit und Farbe eines Displays über das ganze Panel hinweg sind, wenn ein einziger flacher Ton angezeigt wird. Ein perfekt uniformer Bildschirm würde ein 50 % Grau in jeder Ecke und in der Mitte als exakt gleiches Grau darstellen; in der Praxis variieren LCDs jedoch, weil Hintergrundbeleuchtung, Diffusorschichten und Flüssigkristallzellen nie perfekt gleichmäßig sind. Kleine Unterschiede sind normal und in echtem Inhalt meist unsichtbar – dieser Test verwendet absichtlich flache Vollfeld-Muster, den schlimmsten Fall, sodass jede Unebenheit hervorsticht. Beurteile es so, wie du den Bildschirm tatsächlich nutzt: mit dem Auge, aus normalem Abstand, nicht mit der Nase am Glas.
Ursachen für Nicht-Uniformität
- Hintergrundbeleuchtung und Diffusor: Edge-LED-LCDs leiten Licht von den Seiten ein, daher kann die Helligkeit über das Panel abfallen oder ungleichmäßig poolsen, während Local-Dimming- und Diffusorfehler eigene Variationen hinzufügen.
- Panel-Lotterie: Geräte desselben Modells variieren ab Werk. Zwei identische Monitore können deutlich unterschiedliches Clouding oder unterschiedlichen Farbstich aufweisen aufgrund normaler Fertigungstoleranzen.
- Mura: feine, feste Fleckigkeit oder Körnigkeit, die während der Produktion in das Panel eingebacken wurde. Sie bewegt sich nicht, wenn du den Blickwinkel änderst.
- Druck und Handhabung: zu feste Blenden, Transportspannungen oder Druck auf den Bildschirm können helle oder dunkle Flecken erzeugen, von denen sich einige über die Zeit entspannen und andere dauerhaft sind.
- Temperatur und Aufwärmphase: Helligkeit und Farbstich können in den ersten Minuten nach dem Einschalten driften, also lass das Display sich beruhigen, bevor du es beurteilst.
Clouding vs. Bleeding vs. Glow
Diese drei sind leicht zu verwechseln. Clouding (auch Dirty-Screen-Effekt genannt, wenn es wie schwache Schlieren aussieht) sind weiche, ungleichmäßige Flecken helleren Lichts über das Panel, am sichtbarsten bei dunklem bis mittlerem Grau. Backlight-Bleeding ist helles Licht, das an den alleräußersten Rändern und Ecken auf einem schwarzen Bildschirm ausströmt, und es bleibt beim Bewegen des Kopfes an Ort und Stelle. IPS-Glow ist ein silbriger oder warmer Schimmer in den Ecken, der beim Ändern des Blickwinkels deutlich heller und dunkler wird – dieser Kopf-Bewegungs-Test ist die zuverlässigste Methode, um Glow (winkelabhängig) von Bleeding (fixiert) zu unterscheiden. Dieses Tool konzentriert sich auf Clouding und allgemeine Gleichmäßigkeit bei hellem Grau; der Screen-Bleeding-Test ist besser geeignet für Rand-Bleeding und Glow bei reinem Schwarz.
Warum Ränder und Ecken dunkler wirken
Einiges Rand-Abdunkeln ist reales Nachlassen einer Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung, aber vieles ist Geometrie: an den Rändern des Panels betrachtest du die Pixel aus einem steileren Winkel als in der Mitte, und jedes LCD verliert etwas Helligkeit und verschiebt die Farbe außerhalb der Achse. Deshalb können Ecken auch auf einem tatsächlich perfekten Panel dunkler oder farbstichig wirken, und der Effekt ändert sich beim Bewegen oder wenn du dich mehr frontal zum Bildschirm setzt. VA-Panels verschieben den Kontrast stärker mit dem Winkel, IPS-Panels tendieren zum Glühen, und beide zeigen etwas Vignettierung bei einem vollen Weiß- oder Hellgraufeld. Bewege den Kopf, um echte, fixierte Unebenheit von winkelabhängigen Effekten zu unterscheiden.
Verwandte Tests
- Screen-Bleeding-Test zeigt Rand-Backlight-Bleeding und IPS-Glow auf reinem Schwarz.
- Dead-Pixel-Test findet steckengebliebene und tote Subpixel mit einfarbigen Vollbildfarben.
